Der DAX® überschreitet deutlich die 25.000-Punkte-Marke, während die US-Aktienmärkte sich kaum von der Stelle bewegen. Bayer konnte einen Sammelvergleich erzielen - die Zustimmung der US-Gerichte steht noch aus. Das FOMC-Protokoll der US-Notenbank Fed deutet auf Uneinigkeit zwischen den Fed-Mitgliedern über den weiteren Zinskurs hin.
Globaler Aktienmarkt – DAX® holt Schwung nach ruhigem Wochenstart, US-Indizes tendieren seitwärts
Nachdem Siemens vergangene Woche den DAX® gestützt hat, verzeichnete das Unternehmen diese Woche sein Jahrestief. Der deutsche Leitindex startete somit unter der 25.000-Punkte-Marke in die Woche. Zur Mitte hin erholte sich der DAX® jedoch und erreichte einen hohen Sprung auf knapp 25.300 Punkte. Am Freitag notierte der Index wieder etwas niedriger, blieb jedoch über den 25.000 Punkten.
Die US-Aktienmärkte tendierten seitwärts zu Beginn der Woche nach dem feiertagsbedingt langen Wochenende. Noch immer belasten Themen rund um Künstliche Intelligenz die Indizes. Der Dow Jones® bewegte sich kaum von der Stelle und überschritt nur knapp 49.800 Punkte im Verlauf der Woche. Ähnlich ruhig verlief der S&P 500® und näherte sich am Mittwoch ca. 6.900 Punkten. Der Nasdaq-100 Index® stieg von einem schwachen Börsenstart am Dienstag von ca. 24.400 Punkten auf rund 25.000 Punkte am Mittwoch an. Am Donnerstag gab der technologielastige Index jedoch wieder nach und notierte zum US-Börsenschluss knapp 24.800 Punkte.
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Wichtige Entwicklungen auf politischer Ebene
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA konnten den bestehenden Konflikt bisher nicht lösen. US-Präsident Donald Trump drohte mit einer Frist von 10 bis 15 Tagen, um eine Einigung zu erzielen. Die erste Sitzung des von Trump gegründete Friedensrat fokussierte sich auf die Lage des Gazastreifens. Mit Blick auf den Klimaschutz verklagten mehrere Gesundheits- und Umweltverbände die US-Umweltschutzbehörde EPA, die eine zentrale Vorgabe zur Gefährdung durch Treibhausgase zurückgezogen hatte. Die gestrichene Gefährdungsfeststellung wirke sich profitabel auf die Autoindustrie aus und wurde von Trump sowie von dem EPA-Vorsitzenden Lee Zeldin als „Deregulierungsmaßnahme“ bezeichnet.
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Zentrale konjunkturelle Ereignisse
Das von der US-Notenbank Fed am Mittwoch veröffentlichte FOMC-Protokoll über die Januar-Sitzungen, zeigte Unstimmigkeit über den weiteren Zinskurs. Zu Ende Januar wurde vorerst eine Zinspause beschlossen, die den Leitzins zwischen 3,5 und 3,75 Prozent belassen solle. Darüber waren sich die Währungshüter überwiegend einig. Abhängig von einer nachlassenden Inflation, sehen einzelne Mitglieder nun weiteren Spielraum für zukünftige Zinssenkungen. Zudem liefere der Arbeitsmarkt zwar stabile, aber unsichere Ergebnisse.
Einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts zufolge sind die Preise für Ausgaben in Zusammenhang mit dem Valentinstag im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 überdurchschnittlich gestiegen. Geschenke, wie zum Beispiel Pralinen kosteten demnach ca. 17,8 Prozent mehr. Die mittelfristige Betrachtung von 2025 zu 2020 zeigte einen ähnlich hohen Preisanstieg. Verbraucher mussten ca. 31,8 Prozent mehr für zum Beispiel Restaurantbesuche bezahlen. Die Gesamtinflation von 2020 bis 2025 betrug bundesweit ca. 21,8 Prozent, während einige Bundesländer, unter anderem Brandenburg und Sachsen, stärker von der Inflation betroffen waren. Der EUR/USD-Kurs gab im Vergleich zur letzten Woche etwas nach und notiert zum Freitagmorgen ca. 1,18 USD.
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Bedeutende Unternehmensnachrichten
Der DAX®-Konzern Bayer konnte am Dienstag ein deutliches Plus von über 7 Prozent verzeichnen, nachdem ein milliardenschwerer Sammelvergleich zur Beilegung der Klage bezüglich des Pflanzenschutzmittels geschlossen wurde. Der Sammelvergleich bedeutet für das Unternehmen Zahlungen bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von 21 Jahren. Der Aktienkurs rutschte am Mittwochmittag um rund 8 Prozent und verblieb auch am Donnerstag auf diesem Niveau. Grund dafür könnte die Unsicherheit über die noch ausstehende Zustimmung der US-Gerichte für den Sammelvergleich sein.
Der Aktienkurs des Luft- und Raumfahrtunternehmens Airbus SE wurde durch Lieferketten Engpässe am Donnerstag belastet und reagierte trotz der starken Quartalszahlen mit einem Minus. Das Unternehmen zeigte bis zur Wochenmitte einen positiven Kursanstieg und notierte bis zu 200 Euro. Im Tagesverlauf am Donnerstag fiel die Aktie um über 6,5 Prozent aufgrund eines Mangels an Triebwerken auf ca. 186 Euro. Airbus-Chef Guillaume Faury übte Kritik an dessen US-Zulieferer, der die bestellte Anzahl an Motoren nicht liefere. Zudem konnte das Produktionsziel von Airbus im vergangenen Jahr nicht erreicht werden.
Die Nestlé S.A. Aktien konnten sich diese Woche erholen und notierten im Plus. Nach einem kurzen Tief am Mittwoch von ca. 78 CHF, legte der Kurs des Nahrungsmittelherstellers wieder deutlich zu und erreichte am Donnerstag ein Tageshoch von ca. 82 CHF. Die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 von Nestlé zeigten einen Rückgang von Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr. Zum Börsenstart am Freitag gab der Aktienkurs etwas nach und notierte ca. 80 CHF.
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