Die Aktienmärkte starteten uneinheitlich in die Woche. Während der DAX® unter dem Eindruck geopolitischer Spannungen und eines schwächeren Umfelds im Technologiesektor nachgab, konnten sich die großen US-Indizes nach schwächeren Inflationsdaten in den USA im Wochenverlauf stabilisieren. Zugleich starteten die großen US-Banken solide in die Berichtssaison, TSMC überzeugte mit starken Quartalszahlen und Delivery Hero rückte durch die fortgeschrittenen Gespräche mit Uber wieder stärker in den Fokus.
Globaler Aktienmarkt – DAX® und US-Indizes mit Rekordständen
Der DAX® startete am Montag noch bei rund 24.963 Punkten in die Woche, notierte am Freitagvormittag jedoch nur noch bei etwa 24.769 Punkten. Damit stand im Wochenverlauf ein Minus von rund 0,77 % zu Buche. Belastet wurde der deutsche Leitindex vor allem durch die angespannte geopolitische Lage sowie die Nervosität rund um den Halbleitersektor. An den US-Märkten zeigte sich ein gemischtes Bild. Der S&P 500® fiel zum Wochenauftakt zunächst um rund 0,8 % auf etwa 7.515 Punkte, konnte sich nach den US-Inflationsdaten jedoch wieder in Richtung 7.550 Punkte erholen. Auch die Technologiewerte gerieten zunächst unter Druck, machten im weiteren Wochenverlauf aber einen Teil ihrer Verluste wieder wett. Der Dow Jones Industrial Average® bewegte sich weitgehend seitwärts im Bereich von 52.500 Punkten. Insgesamt blieb die Schwankungsbreite erhöht, auch weil Anleger bereits auf die anlaufende Berichtssaison blickten.
Was war auf geopolitischer Ebene wichtig?
Die geopolitische Lage blieb auch in dieser Woche ein zentrales Thema an den Finanzmärkten. Brent notierte zwischenzeitlich wieder bei gut 86 USD je Barrel, nachdem der Preis zu Wochenbeginn noch deutlich niedriger gelegen hatte. Damit blieb die Sorge bestehen, dass höhere Energiepreise den Inflationsdruck erneut verstärken könnten.
| Produkte auf | |
| WTI Crude Future | Brent Crude Future |
Was war in konjunktureller Hinsicht wichtig?
Im Mittelpunkt standen in dieser Woche die Inflationsdaten aus den USA. Der Verbraucherpreisindex fiel im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,4 %, nachdem er im Mai noch gestiegen war. Auf Jahressicht lag die Teuerung bei 3,5 %. Die Kerninflation verharrte im Monatsvergleich bei 0,0 % und lag im Jahresvergleich bei 2,6 %. Die Zahlen nahmen den Märkten einen Teil der unmittelbaren Zinssorgen und stützten vor allem die Märkte zur Wochenmitte. Gleichzeitig zeigte sich, wie sensibel die Märkte derzeit auf jede neue Inflations- und Zinsperspektive reagieren.
| Produkte auf |
| EUR/USD |
Was waren wichtige Unternehmensnachrichten?
Delivery Hero rückte in dieser Woche wieder in den Fokus der Anleger. Das Unternehmen bestätigte fortgeschrittene Gespräche mit Uber. Medienberichten zufolge steht ein möglicher Angebotspreis von rund 41 Euro je Aktie im Raum, nachdem im Mai zunächst rund 33 Euro je Aktie diskutiert worden waren. Uber hält inzwischen direkt knapp 25 % an Delivery Hero und hat Zugriff auf fast 37 % der Aktien. Die Börse reagierte dennoch volatil, da wesentliche Details einer möglichen Einigung weiter offen sind.
Der Halbleiterkonzern TSMC überzeugte mit starken Zahlen für das zweite Quartal 2026. Der Umsatz stieg um rund 36 % auf etwa 1,27 Billionen Taiwan-Dollar, der Nettogewinn belief sich auf rund 707 Milliarden Taiwan-Dollar. Die Bruttomarge lag bei 67,7 %. Besonders stark blieb die Nachfrage nach fortschrittlichen Fertigungstechnologien: 7-Nanometer-Technologien und kleiner machten zusammen rund 77 % des Wafer-Umsatzes aus.
Auch BASF stand im Fokus. Laut Berichten bereitet der Konzern einen Teilbörsengang seiner Agrarsparte vor. In Finanzkreisen wird für das Geschäft eine Bewertung von rund 20 bis 30 Milliarden Euro diskutiert. Ein Börsengang bleibt weiterhin für 2027 im Gespräch. Zunächst könnte dabei nur ein Minderheitsanteil in Frankfurt platziert werden. Zeitpunkt und Umfang hängen jedoch weiterhin von der Lage an den Kapitalmärkten ab.
| Produkte auf | ||
| Delivery Hero AG | TSMC | BASF |
Das war es auch schon mit dem Wochenrückblick. Sie interessieren sich neben interessanten News über den Kapitalmarkt auch für Technische Analyse? Dann schauen Sie doch auf unserem Instagram-Kanal vorbei. Dort veröffentlichen wir regelmäßig Ausgaben von „Jörgs Chartschule“.
Beim Erwerb von Zertifikaten und Hebelprodukten sollten sich Anleger mit der Funktionsweise vertraut machen sowie die Chancen und Risiken kennen. Speziell die erhöhten Risiken bei Hebelprodukten sollten Anleger kennen. Zudem soll unbedingt auch auf die Bonität und damit auf das Ausfallrisiko des Emittenten geachtet werden. Weitere wichtige und wissenswerte Informationen zu unseren Produkten erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800 4000 910 oder auf unserer Internetseite www.hsbc-zertifikate.de