Micron Technology hat im dritten Quartal deutlich stärker abgeschnitten im Vorjahresvergleich. Der Halbleiterhersteller meldete einen Umsatz von etwa 41,5 Mrd. US‑Dollar und lag damit über den Prognosen von rund 35,9 Mrd. US‑Dollar. Im Vorjahresquartal hatte der Umsatz noch bei ungefähr 9,3 Mrd. US‑Dollar gelegen. Auch beim Ergebnis zeigte sich ein kräftiger Sprung nach oben: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei etwa 25 US‑Dollar und damit 13-mal über dem Wert des Vorjahres. Für das vierte Quartal stellte Micron zudem einen Umsatz von ungefähr 50 Mrd. US‑Dollar in Aussicht. Damit liegt der Ausblick spürbar über den Markterwartungen von rund 43,6 Mrd. US‑Dollar. Hintergrund der starken Entwicklung ist vor allem die hohe Nachfrage nach Speicherchips im Zuge des KI‑Booms. Insbesondere Hochleistungs‑Speicherlösungen wie HBM‑Technologie sowie DRAM‑Speicher gelten in Teilen der Branche als Engpass beim Ausbau von KI‑Rechenzentren und Infrastruktur. Micron positioniert sich in diesem Bereich als wichtiger Anbieter und verweist auf eine weiterhin hohe Nachfrage, die das Preisniveau stützt. Das zeigt sich auch in der gemeldeten Bruttomarge von etwa 84,6 %.
Um die Nachfrage bedienen zu können, hat das Unternehmen Investitionen in Rekordhöhe angekündigt. Zusätzlich meldete Micron 16 neue Verträge mit Großkunden, die über einen Zeitraum von ungefähr drei bis fünf Jahren für eine bessere Planbarkeit der Auftragsbücher sorgen sollen.
An der Börse wurde die Kombination aus Zahlen und Ausblick zunächst positiv aufgenommen: Im nachbörslichen Handel legte die Micron-Aktie zeitweise um knapp 18 % zu. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits deutlich gestiegen (rund 288 %); seit Juni des Vorjahres beläuft sich das Plus sogar auf über 1.100 %.
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(Quelle: HSBC)