Bei Berkshire Hathaway hat sich der bereits länger vorbereitete Führungswechsel in den vergangenen Monaten weiter konkretisiert. Nachdem Warren Buffett im Frühjahr 2025 angekündigt hatte, den Chefposten zum Jahreswechsel 2025/26 abzugeben, übernahm Greg Abel Anfang 2026 die Rolle des Chief Executive Officer. Warren Buffett blieb zunächst Chairman; im September 2026 folgte dann der nächste Schritt: Berkshire ernannte ihn zum Chairman Emeritus, während Howard G. Buffett zum Chairman des Verwaltungsrats gewählt wurde. Nach Angaben des Unternehmens bleibt Warren Buffett damit weiterhin Mitglied des Boards und soll seine Erfahrung auch künftig einbringen.
Für die Rollenverteilung ist außerdem interessant, dass Howard G. Buffett nicht als operativer Nachfolger von Warren Buffett auftritt. Die laufende Führung liegt bei Greg Abel, der laut Geschäftsbericht für die wesentlichen Kapitalallokations- und Investitionsentscheidungen verantwortlich ist. Howard G. Buffett, der dem Board bereits seit Anfang der 1990er-Jahre angehört, soll dagegen vor allem für Kontinuität in der Unternehmenskultur und in den Grundwerten von Berkshire stehen. Das Unternehmen selbst beschreibt diese Aufgabenteilung so, dass Greg Abel das Geschäft führt, während Howard Buffett die Kultur und Werte des Konzerns wahren soll. Damit verteilt Berkshire die bisher stark auf Warren Buffett konzentrierten Funktionen auf mehrere Schultern und betont zugleich die langfristige Kontinuität in Führung und Governance.
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(Quelle: HSBC)