In der laufenden Woche standen vor allem neue Inflationsdaten aus Deutschland, der Eurozone und den USA, der Auftakt der US-Quartalsberichtssaison sowie mehrere Unternehmensmeldungen aus Technologie, Software und dem Bankensektor im Fokus. Während sich der DAX® am Freitagvormittag stabil zeigte, reagierten US-Technologiewerte zwischenzeitlich empfindlicher auf die höheren US-Preisindikatoren. Zudem rückte Tesla mit der Vorstellung des neuen Roadsters erneut in den Mittelpunkt.
Globaler Aktienmarkt – Europa stabiler, US-Tech mit mehr Schwankung
Der DAX® startete vergleichsweise freundlich in die Woche und zeigte sich im Verlauf insgesamt robuster. Unterstützend wirkten vor allem etwas nachgebende Ölpreise und zwischenzeitlich sinkende Anleiherenditen. Nach einer stabileren Tendenz zu Wochenbeginn hielt sich der deutsche Leitindex auch in der zweiten Wochenhälfte widerstandsfähig und notierte am Freitagvormittag laut Deutsche Börse bei rund 25.600 Punkten. Insgesamt verlief die Woche am deutschen Aktienmarkt damit eher stabil bis moderat freundlich, auch wenn es zwischenzeitlich Gegenwind aus dem Technologiesektor gab.
Etwas unruhiger verlief die Woche an den US-Märkten. Während Standardwerte im Dow Jones Industrial Average® vergleichsweise stabil tendierten und am Donnerstag laut Reuters bei rund 52.178 Punkten schlossen, reagierten Technologiewerte sensibler auf die Entwicklung der Renditen und die neuen Inflationsdaten. Der S&P 500® beendete den Donnerstag bei etwa 7.744 Punkten, während der Nasdaq-100® zuletzt bei 29.936 Punkten notierte. Vor allem zur Wochenmitte nahm die Nervosität im Technologiesektor zu. Laut Reuters belasteten Sorgen über höhere Finanzierungskosten und die Nachhaltigkeit der hohen KI-Investitionen insbesondere wachstumsstarke Titel. Insgesamt zeigte sich damit ein gemischtes Bild: Der DAX® wirkte im Wochenverlauf eher gefestigt, während die US-Technologiewerte volatiler blieben und stärker auf Zins- und Inflationssignale reagierten.
Wichtige Entwicklungen auf geopolitischer Ebene
Die Entwicklungen im Nahen Osten beeinflussten auch in dieser Woche die Märkte. Nach Angaben von Reuters führten Berichte über eine angespannte Sicherheitslage für die Schifffahrt im Golfraum und an der Straße von Hormus zu erhöhter Unsicherheit am Ölmarkt. Da über die Straße von Hormus ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Treibstoffhandels abgewickelt wird, blieb die Entwicklung der Ölpreise ein wichtiger Marktfaktor. Dies rückte auch die möglichen Auswirkungen auf Inflation und Zinsen erneut in den Blick. Zum Wochenschluss ließ der Preisdruck am Ölmarkt zeitweise nach, die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der globalen Ölversorgung blieb jedoch bestehen.
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Was war in konjunktureller Hinsicht wichtig?
In Deutschland bestätigte das Statistische Bundesamt (Destatis) für September eine Inflationsrate von rund 3,3 % gegenüber dem Vorjahr. Treiber waren laut Destatis vor allem höhere Energiepreise, während die Nahrungsmittelpreise mit etwa 0,4 % vergleichsweise moderat stiegen. Für die Eurozone meldete Eurostat für September eine jährliche Teuerungsrate von rund 3,8 %, nach etwa 3,2 % im August.
In den USA berichtete das Bureau of Labor Statistics (BLS) für September einen Anstieg der Verbraucherpreise um rund 0,6 % zum Vormonat; auf Jahressicht lag die Inflationsrate bei etwa 3,7 %. Einen Tag später meldete das BLS für den Erzeugerpreisindex einen Zuwachs von rund 1,3 % zum Vormonat und von etwa 6,3 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Daten rückten die Zinsperspektive erneut stärker in den Vordergrund.
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Was waren wichtige Unternehmensnachrichten?
Bei Tesla stand die Vorstellung des neuen Roadster im Fokus. Im offiziellen Livestream des Unternehmens präsentierte Tesla das Modell bei einem Event in Texas gemeinsam mit SpaceX-Bezug und sprach von einem Produktionsstart ab 2028. Auf der offiziellen Tesla-Website wird das Fahrzeug als Zweisitzer mit optionalen Zusatzfunktionen beschrieben; zugleich weist Tesla darauf hin, dass bestimmte Ausstattungsvarianten nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind.
Im Technologiesektor rückte in dieser Woche ASML in den Fokus. Der niederländische Halbleiterausrüster meldete am Mittwoch in seiner offiziellen Ergebnisveröffentlichung für das dritte Quartal einen Umsatz von rund 11,7 Mrd. EUR und einen Nettogewinn von etwa 5,0 Mrd. EUR. Zudem stellte das Unternehmen für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz in der Größenordnung von rund 44 bis 45 Mrd. EUR in Aussicht. Damit blieb die Halbleiterbranche auch in dieser Berichtswoche ein wichtiger Taktgeber für die Marktstimmung.
Auch TSMC berichtete am Donnerstag in seiner offiziellen Ergebnisveröffentlichung für das dritte Quartal einen Umsatz von rund 1.494 Mrd. Taiwan-Dollar sowie einen Nettogewinn von etwa 763 Mrd. Taiwan-Dollar. Für das vierte Quartal stellte TSMC zudem Erlöse in einer Größenordnung von rund 52 bis 54 Mrd. USD in Aussicht. Die Zahlen unterstreichen, dass die Nachfrage nach führenden Chiptechnologien weiterhin hoch bleibt.
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