29 März 2025

Wochenrückblick – Aufregung um neue US-Zölle

Zusammen mit Ihnen wollen wir einen Blick auf die aktuelle Wochenhistorie werfen. Was war wichtig? Was bewegte den Markt? Wir haben die wichtigsten Ereignisse übersichtlich für Sie zusammengefasst.
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In der vergangenen Börsenwoche stand die Ankündigung von weiteren US-Zöllen erneut für Aufregung bei den Anlegern. Dieses Mal sind Automobilimporte betroffen. Die Entscheidung markiert eine weitere Eskalation in dem sich anbahnenden Handelskrieg mit der EU aber auch Japan und Südkorea. Bezogen auf Unternehmensberichte war es eine vergleichsweise ruhige Woche. Allerdings sorgte bei dem DAX®-Konzern Bayer ein Urteil zu einer Glyphosat-Klage in den USA für Bewegung im Aktienkurs.

Globaler Aktienmarkt – deutscher Markt im Minus, US-Markt leicht im Plus

Der deutsche Leitindex DAX® musste in der vergangenen Woche Verluste hinnehmen und steht am Freitagnachmittag etwa 1,3 Prozent im Minus. Der amerikanische Markt verzeichnete diese Woche hingegen leichte Gewinne. Der S&P 500® und der Dow Jones Industrial Average® gewannen bis zum Donnerstagabend 0,45 Prozent bzw. 0,75 Prozent. Der letzte der drei großen US-Indizes, der NASDAQ-100 Index® notierte am Donnerstagabend 0,23 Prozent höher.

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DAX® S&P 500® Nasdaq-100 Index® Dow Jones Industrial Average®

 

Neue US-Zölle – Dieses Mal auf Automobilimporte

Am Mittwochabend kündigte US-Präsident Donald Trump Einführzölle in Höhe von 25% auf Autoimporte an. In Kraft treten sollen die Zölle am 3. April 2025. Damit eskaliert der sich anbahnende Zollkrieg Trumps gegen die EU aber auch Südkorea und Japan weiter. Die Aktien nicht amerikanische Automobilhersteller reagierten negativ auf diese Nachrichten. Die deutschen Automobilhersteller Mercedes, BMW und Volkswagen fielen am Donnerstag im Xetra®-Handel. Aus dem Europaparlament kommen bereits Vorschläge für Gegenmaßnahmen, während die Industrie vor einem Handelskrieg mit den USA warnt. Besonders die Sorge vor einer Zollspirale sorgt in der Industrie für Zurückhaltung. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, drückte ihr Bedauern über die neuen US-Zölle aus und versicherte, sich um Verhandlungslösungen zu bemühen. Die EU verlangt ihrerseits auf US-Autoimporte aktuell einen Zoll von 10%.

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Volkswagen Vz. Mercedes-Benz Group AG BMW

 

UK – Inflationsrate sinkt im Februar auf 2,8 Prozent

Die Inflationsrate im Vereinigen Königreich sank auf 2,8% gegenüber 3% im Januar. Damit liegt die Inflationsrate weiter über dem ausgewiesenen Ziel von 2,0%. Für den Markt war diese Zahl vor allem mit Sicht auf mögliche Zinsentscheidungen der Bank of England (BoE) von Interesse. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe sank zwischenzeitlich um rund 6 Basispunkte auf 4,71%.

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EUR/GBP

 

Deutschland – Ehemalige Bundesregierung entlassen

Während sich die Union und SPD in Koalitionsverhandlungen befinden wurde am Dienstag die ehemalige Bundesregierung um Kanzler Olaf Scholz vom Bundespräsidenten entlassen. Das Kabinett Scholz bleibt jedoch zunächst ohne Mehrheit im Parlament geschäftsführend im Amt. Ebenfalls fand am selben Tag die erste Plenarsitzung des neuen Bundestages statt. Eine neue Bundesregierung um einen möglichen Kanzler Friedrich Merz könnte noch vor Ostern im Schloss Bellevue ihre Ernennungsurkunden erhalten.

 

Bayer – Kursrutsch nach Urteil bei einer Glyphosat-Klage in den USA

Am Montag wurde Bayer in den USA im Rahmen einer Schadensersatzklage in Zusammenhang mit Mittel Roundup™ von einer Jury zu einer Zahlung von etwa 2,1 Milliarden US-Dollar (1,9 Milliarden Euro) verurteilt. Der Konzern kündigte an in Berufung gehen zu wollen. Seit der Übernahme von Monsanto im Jahr 2018 für rund 63 Milliarden US-Dollar hat Bayer 9,2 Milliarden Euro für Rechtstreitigkeiten rund um den Wirkstoff Glyphosat gezahlt. Für die noch über 60.000 ausstehenden Fälle hat das Unternehmen weitere 5,4 Milliarden Euro an Rückstellungen gebildet. Nach dem Urteil geriet die Bayer-Aktie am Montag unter Druck und fiel im Xetra®-Handel um knapp 7 Prozent.

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Bayer

 

BYD – Abstand zu Tesla aufgeholt

Am Montag gab der chinesische Automobilhersteller seine Zahlen für das vergangene Jahr bekannt. Demnach konnte das Unternehmen konnte jedoch seinen Umsatz und Gewinn weiter stark ausbauen. Mit einem Absatz von rund 4,25 Millionen Fahrzeugen, davon 1,76 Millionen vollelektrische Autos, konnte BYD den Abstand zum Marktführer Tesla (Absatz 1,79 Millionen) fast vollständig aufholen. Das Unternehmen will seine Produktion im laufenden Jahr stark ausbauen, auch eine Fabrik in Deutschland wird in Betracht gezogen. Der Markt reagierte zunächst negativ auf die veröffentlichten Zahlen. Die BYD-Aktie fiel am Dienstag um 3,5 Prozent auf 389,20 HK-Dollar, aber konnte den Kursverlust während der Woche wieder aufholen und notierte am Donnerstag auf Wochensicht rund 4 Prozent im Plus bei 407,40 HK-Dollar.

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BYD Co. Ltd

 

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