Laut einem Bericht von Bloomberg soll Meta Platforms den Aufbau eines eigenen Cloud-Geschäfts prüfen, um überschüssige KI-Rechenkapazitäten zu vermarkten. Im Kern geht es dabei offenbar um den Verkauf von Zugang zu verschiedenen KI-Modellen, die auf Metas bestehender Infrastruktur gehostet werden. Meta würde die dafür nötigen Rechenzentren und Chips selbst betreiben und Entwicklern den Zugriff in Rechnung stellen. Zusätzlich steht im Raum, dass das Unternehmen auch reine Rechenleistung vermieten könnte.
Mit diesen Überlegungen würde Meta in ein Feld vorstoßen, das bislang vor allem von den großen Hyperscalern wie Amazon (AWS), Microsoft (Azure) und Alphabet (Google Cloud) sowie spezialisierten Neocloud-Anbietern geprägt wird. Entsprechend wurde am Markt auch diskutiert, ob sich der Wettbewerb um KI-Infrastruktur und -Dienste weiter verschärfen könnte.
Auffällig ist dabei die unterschiedliche Kursreaktion: Bei den etablierten Cloud-Schwergewichten blieben größere Bewegungen zunächst aus, während die Nachricht Neocloud-Anbieter deutlich stärker belastete. Nebius gab über Nacht um etwa 12 % nach, CoreWeave verlor rund 11 %. Gerade bei Nebius kommt der Rücksetzer nach einer zuletzt dynamischen Phase, in der das Unternehmen unter anderem die Aufnahme in den Nasdaq-100® Index sowie eine Umsatzsteigerung von grob über 600 % gemeldet hatte. Trotz des deutlichen Tagesverlusts bleibt die bisherige Entwicklung jedoch markant: Seit Jahresbeginn liegt Nebius weiterhin ungefähr 190 % im Plus, CoreWeave kommt auf etwa 24 %.
Meta selbst konnte hingegen zulegen: Die Aktie stieg über Nacht um rund 9 % und liegt damit seit Jahresbeginn nur noch etwa 7 % im Minus. Insgesamt rückt damit die Frage stärker in den Fokus, wie sich das Angebot an KI-Rechenleistung entwickelt und welche Anbieter bei Infrastruktur, Modellzugang und Cloud-Services künftig die größte Preissetzungsmacht haben könnten.
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| Meta Platforms Inc. | Nebius Group NV | CoreWeave Inc. |
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(Quelle: HSBC)