Der DAX® konnte die 25.000er Marke diese Woche verteidigen, anders als der Nasdaq-100 Index®, der nach einem vorübergehenden Hoch durch den Kursrutsch von Nvidia belastet wurde. Bundeskanzler Friedrich Merz besuchte in China Siemens Energy und der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt Optimismus.
Globaler Aktienmarkt – DAX® stabil über 25.000 Punkten
Die Zolldrohungen aus den USA belasteten zum Wochenstart den deutschen Leitindex DAX®, der am Montag mit 24.992 Punkten ca. 1 Prozent tiefer aus dem Handel ging. Am Dienstag setzte der Index diesen Kurs zunächst bis zum Nachmittag fort, konnte jedoch zeitweise die 25.000-Punkte Marke überschreiten. Zur Mitte der Woche wurde der DAX® weiterhin positiv durch KI-Euphorie an der Wall Street gestärkt und notierte zeitweise über 25.200 Punkten.
Bereits zu Beginn der Woche stieg der Nasdaq-100 Index® an und übertraf schließlich am Mittwoch, bevor Nvidia seine Quartalszahlen am späten Abend veröffentlichte, ebenfalls die 25.000 Punkte. Am Donnerstag folgte jedoch der Pullback: der Nasdaq-100 Index® wurde durch das Minus der Nvidia-Aktie ausgebremst und unterschritt zeitweise die 25.000-Marke wieder. Der S&P 500® wurde ebenfalls ins Minus mitgezogen, konnte aber zum Börsenschluss leicht aufholen und knapp über 6.900 schließen. Der Dow Jones Industrial Average® pendelte sich bei ca. 49.300 Punkten am Donnerstag ein und ließ damit sein Tief von Montag hinter sich.
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Wichtige Entwicklungen auf politischer Ebene
Bundeskanzler Friedrich Merz besuchte am Donnerstag die Metropole Hangzhou – ein wichtiger Standort für große Unternehmen wie zum Beispiel Siemens Energy. Weitere Vorstandschefs großer deutscher Firmen begleiteten ihn. Trotz der Differenzen in Wirtschaftsbereichen wollen der Bundeskanzler und der Minister- sowie Staatspräsident von China ihre Zusammenarbeit vertiefen.
Ein weiteres wichtiges Treffen hat am Donnerstag in Genf über das iranische Atomprogramm stattgefunden. Das Sultanat Oman vermittelte zwischen den Regierungsvertretern des Irans und der USA. Laut dem Außenminister aus dem Oman, Badr Al Busaidi, konnten Fortschritte erreicht werden, jedoch blieben Reaktionen der US-Seite über die Verhandlungen aus.
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Zentrale konjunkturelle Ereignisse
Das Münchener Ifo-Institut berichtete einen Anstieg des Geschäftsklima-Index auf 88,6 Punkte für Februar, während es im Januar noch 87,6 Punkte waren. Der Index basiert auf der Befragung von 9.000 Unternehmen und zeigt somit eine leichte Verbesserung der Stimmung von Unternehmen in Deutschland. Diese Woche veröffentlichte das Institut am Dienstag ebenfalls, dass die Exporterwartungen im Februar auf +2,6 Punkte gestiegen sind. Die Erwartungen des Exportgeschäfts, unter anderem in der Automobilbranche, sind somit optimistischer.
Die zusätzlichen, weltweiten US-Zölle von zehn Prozent für Exporte werden seit Dienstag für zunächst 150 Tage erhoben. Dies war basierend auf einem Handelsgesetz aus den 70er Jahren möglich, nachdem der Supreme Court am vergangenen Freitag die bisher eingeführten Sonderzölle für unrechtmäßig erklärt hatte.
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Bedeutende Unternehmensnachrichten
Die Wall Street blickte gespannt auf die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen von Nvidia. Der Gewinn je Aktie stieg um 82 Prozent auf rund 1,62 US-Dollar an und der Umsatz verbesserte sich um 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Langfristig könnte der Druck chinesischer Wettbewerber jedoch steigen. Am Donnerstag gab die Aktie stark nach und verlor ca. 5 Prozent.
Die Veröffentlichung der Quartalszahlen von freenet zeigte dagegen ein weniger positives Bild. Der MDAX®-Konzern verzeichnete einen Umsatzrückgang um 1,5 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro. Zudem verringerten sich das bereinigte EBITDA und der Free Cashflow um jeweils ca. 0,1 Prozent. Daraufhin reagierten die Anleger am Donnerstag mit Verkäufen, sodass die Aktie zeitweise um über 13 Prozent abrutschte.
Siemens Energy AG empfing diese Woche Bundeskanzler Friedrich Merz in China und hielt gleichzeitig in Berlin seine Hauptversammlung ab. Der Aktienkurs wurde von starken Quartalszahlen weiter angetrieben und notierte zeitweise bei ca. 171 Euro. Auf der Hauptversammlung wurde unter anderem die defizitäre Windsparte Gamesa thematisiert. Voraussichtlich bis 2028 werde das Unternehmen weiterhin versuchen Gewinne zu erzielen. Am Donnerstagnachmittag gab der Kurs jedoch um ca. 3 Prozent nach.
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